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Nacht ohne Dach 2016

In den Slums der grossen Städte in Südamerika leben hunterttausende Menschen. Täglich wachsen die Städte aus Karton und Wellblech weiter. Die Kinder und Jugendlichen, die dort den Grossteil der Bevölkerung stellen, haben keine Möglichkeit zur Schule zu gehen, keine Betreuung und keine Gesundheitsversorgung. Während die Eltern von Sonnenauf- bis -untergang in den südamerikanischen Megastädten versuchen, Geld für das Überleben zu verdienen, sind die Kinder in den gefährlichen Slums auf sich gestellt.

Die christliche Nothilfe- und Entwicklungsorganisation TearFund (Hilfswerk der Evangelischen Allianz) unterstütz ein Projekt für Kinder im Slum Huyacan. Dieser Slum befindet sich an den staubigen Berghängen am Rand der Millionenstadt Lima, Peru. TearFund sorgt für eine pädagogische Kinderbetreuung und Hilfe für Familien sowie Gesundheitsfürsorge.

In der "Nacht ohne Dach" bei uns in der Schweiz übernachten Jugendliche in selbstgebauten Häusern aus Karton und suchen vorab Sponsoren, die ihnen für diese Übernachtung einen Geldbetrag spenden. Ziel ist es, Geld für das Projekt von TearFund zu sammeln, Passanten zu sensibilisieren und durch das Übernachten in den Kartons und einen Diavortrag zum Leben im Slum das eigene Bewusstsein für weltweite Obdachlosigkeit von Kindern in Slums zu schärfen. Wir führten vom 19. - 20. März die "Nacht ohne Dach" auf dem Effimärt gemeinsam mit den reformierten Kirchgemeinden Nürensdorf-Bassersdorf und Illnau-Effretikon sowie der FEG Effretikon durch.

Es nahmen 60 Jugendliche teil, verkauften für TearFund ab Samstagmittag Kuchenspenden, machten Strassenmusik, verkauften selbst bemalte Steine und führten mit Passanten ein Quiz über Slums durch. Am Samstagnachmittag bauten sie ihre Häuser aus Karton, die mehr oder weniger stabil waren, kochten über der Feuerschale Tee und Suppe, sassen zusammen um das Feuer, und mit Einbruch der Nacht gingen alle in ihre Häuser. Die Feuerschalen brannten die ganze Nacht, so dass man sich zwischendurch bei heissem Tee am Feuer aufwärmen konnte. Bei fast null Grad machten wir die Erfahrung, dass der Karton weder Wärme hält noch die Umgebungsgeräusche dämmen kann. Manches Haus hielt dem Wind nicht stand und fiel nachts noch in sich zusammen, so dass dann repariert werden musste.

Dennoch war die Motivation durchzuhalten uneingeschränkt gross, war man doch den Sponsoren und dem Projekt in Lima verpflichtet. Dank dieser Motivation blieb die Stimmung trotz Kälte, Lärm und Rauch gut.

Sonntagmorgen wurde gemeinsam aufgeräumt und zusammen in der reformierten Kirche Effretikon Gottesdienst mit Pfarrer Simon Weinreich gefeiert, der die Nacht mit uns auf dem Effimärt verbracht hatte und dort mit den Jugendlichen eine Theaterszene und ein Interview für den Gottesdienst vorbereitete.

Alle Lindauer Jugendlichen waren mit Eifer dabei. Lucien aus Lindau bekam sogar einen kleine Preis, hatte er sich doch sagenhafte 25 Sponsoren gesucht und damit die längste Sponsorenliste aller Teilnehmenden. Fabian aus Lindau gestaltete trotz des wenigen Schlafs noch konzentriert den Gottesdienst mit. Tatkräftige Unterstützung bekamen wir zuverlässig von Abilio, der den uns grosszügig von Herrn Ochsner zu Verfügung gestellten Traktor mit Anhänger fuhr und fleissig überall mitarbeitete, wo es ihn brauchte.

Bei dem Anlass konnten wir mehr als CHF 10'000.00 für TearFund sammeln. Geld, das für die Allerärmsten in Lima dringend gebraucht wird.
Ein grosses und herzliches Dankeschön an alle Teilnehmer, Sponsoren und Unterstützer.
Severin Frenzel

 
Das Sekretariat bleibt vom 15.-29. Juli und am 2. August geschlossen. Wir wünschen Ihnen schöne Sommerferien.
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